Barrierefreie Unterortstraße

Auftraggeber: Stadt Eschborn, 2015-2016

Nach Sanierung der Westerbachverdohlung erhält die Unterortstraße ein durchgängiges Gestaltungskonzept mit klarer Linienführung und einfacher Orientierung. Großformatiges Pflaster in harmonischen Beige-Grautönen erinnert an Parkett. Die glatte Oberfläche ermöglicht eine komfortable Fortbewegung, auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen. Das Leitsystem für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen basiert auf taktilen Eigenschaften und farblichen Kontrasten. Die raue Oberfläche des zweireihigen Bands aus Basaltpflaster und seine dunkle Farbgebung unterstützen die Orientierung nach dem Zwei-Sinne-Prinzip.

Private Grundstückseinfahrten sind visuell wie Zebrastreifen gestaltet. Dieses bekannte Muster lenkt die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer auf die Querungsstellen. Zugunsten des Fuß- und Radverkehrs wurden Parkstände reduziert. Im gesamten Gehwegbereich ermöglichen gruppierte Einzelsitze gemeinsame Verschnaufpausen und integrieren auch Rollstuhlfahrer in die offene Gruppe. An zwei kleinen Plätzen mit Einfassungen aus Sitzmauern haben alle die Möglichkeit, in verglasten Fenstern den Lauf des Westerbachs zu beobachten.

Die weitere Umsetzung des Projekts übernahm das Ingenieurbüro Gringel aus Marburg.